Identität Schweiz - Identité Suisse - Identità Svizzera

Identität Schweiz - Identité Suisse - Identità Svizzera

Hat die pädagogische Verblödung den Zenit überschritten? «Mein Kind muss selber merken, wo die Grenzen sind», war doch ein weltoffenes Modewort. Auch beim Schengen-Abkommen glaubte das Volk noch an den Storch, das heisst an mehr Sicherheit durch offene Grenzen und/oder offene Haustüren. Riesige - statt überschaubare und brauchbare - Datenbanken sollen die Polizei und Zollkontrollen ersetzen.

Tatsache ist: Landauf und landab ruft man nach mehr Polizei und mehr Sicherheit. Ja, wo sind die Grenzen und das Mass aller Dinge? Von der Unterführung via Schulhausplatz bis zur direkten oder indirekten Plünderung der Sparkonti durch gierige Elemente ohne Bodenhaftung kann man alles haben.

Nun kommt die Ernüchterung. Es muss etwas geschehen. Gestützt auf viele Tatsachen, Erfahrungen und auf die Zustände in der Gesellschaft und auf die Belegung in den überfüllten Gefängnissen wird die Ausschaffungsinitiative durch den Volksentscheid angenommen. Fiese Reaktionen machen klar, dass wir wieder da sind, wo die Menschheit auch schon war, zum Beispiel beim Turmbau zu Babel. Was nützen Fremdsprachen, wenn keiner dem Andern zuhört und wir uns in der eigenen Muttersprache nicht mehr verstehen. Im Club vom 30. November 2010 «Ausschaffungsinitiative» wurde dies bestätigt. Wenn einer gegen sechs - Moderator inbegriffen - den Volksentscheid verteidigen muss, so reicht Kopfschütteln nicht mehr.

Wie sollte ein Nationalrat Luzi Stamm den Volksentscheid erklären, wenn er selten zu Wort kam und kaum ausreden konnte. Aus meiner Sicht diente die erwähnte Sendung eher als «Er-Brechmittel» zur Magenentleerung als zu einer Lösung der brennenden Probleme. Secondos, mit einem Herz für die Schweiz, hätten der Sache, der Stimmung und besonders allen Anständigen in unserem Land mehr gedient. Schön ist, dass Alle in unserer Politik, laut «Club Extra» vom 7. Dezember, auf gleicher Augenhöhe miteinander diskutieren wollen. Trotzdem erneut meine Frage: Ja, wer merkt etwas? Wie bringen wir folgende Ansichten auf einen Nenner? Ausgerechnet jene Kräfte und Gruppierungen, welche für die Kriminellen und für die Missstände Sympathie und Verständnis empfinden, fürchten sich vor mündigen Bürgerinnen und Bürgern. Es sind genau jene Kreise, welche unsere Armee entwaffnen oder ganz abschaffen wollen. Dann mit einer abgeschafften Armee Auslandeinsätze fordern und den Arbeitslosen im Ausland Arbeiten wegnehmen, welche die Einheimischen gut und gerne selber machen und erledigen könnten. Soll man dazu lachen oder heulen?

Zusammenfassung und Denkanstoss: Soll an Leute, welche unser System weder schätzen noch verstehen, leichtsinnig das Stimmrecht abgegeben werden? Damit dann via EU-Beitritt unser wertvolles Stimmrecht und andere Volksrechte zerstört werden? Als Vergleich: Wer beantragt schon den Fahrausweis, um ein Auto an die Wand zu fahren? Weiter, genau so, wie wir zu den Kindern sagen: «Schau, ich liebe dich, darum fass nicht in die Steckdose, weil es gefährlich sein kann.»

So für Zuwanderer: Ein wenig schwanger – oder ein wenig tot sein, ist nicht einfach, und mit ein wenig klauen und ein wenig kriminell sein - nach linkem Menschen- und Völkerrecht - macht ihr euch unbeliebt und schadet der grossen Mehrheit, welche anständig, gerne gesehen und willkommen ist in unserem Land.

Hermann Wyss – Meier, Schneisingen