Identität Schweiz - Identité Suisse - Identità Svizzera

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Dem HarmoS-Konkordat kann ich beim besten Willen nichts Gutes abgewinnen, da es massiv an den Fundamenten unserer Gesellschaft rüttelt. Schon Jeremias Gotthelf sagte, dass Zuhause (in den Familien) beginnen muss, was leuchten soll im Vaterlande. Und da wir leider nicht so viele intakte und harmonische Ehen und Familien haben, ist es umso wichtiger, für die noch bestehenden Sorge zu tragen.

Beachtenswert ist, dass bewusst das Wort «HarmoS» für diese Reform verwendet wurde, um eine Verbindung zu Harmonisch herzustellen. Dies kommt einer Irreführung des Stimmvolkes gleich; denn wenn diese angebliche Harmonisierung an unseren christlichen Fundamenten rüttelt und unseren Familienzusammenhalt gefährdet, dann müssen wir uns doch ernsthaft fragen, was dies mit Harmonie zu tun hat! Harmonisch bedeutet «wohltönend, stimmig, ausgewogen». Wenn nun aber ein Schulsystem geschaffen wird, durch welches eine Entfremdung zwischen Eltern und Kindern, ja selbst zwischen Lehrern und Schülern zu erwarten ist, kann der Name hierfür doch bestenfalls «DisharmoS» lauten!

Im Rahmen von HarmoS ist geplant, dass die Kinder möglichst über den Mittag nicht mehr nach Hause gehen, sondern fremdbetreut werden. Ist in der Kinderbetreuung nicht nach wie vor das Naheliegende und Einfache das Beste? Was aber ist naheliegender als mütterliche Geborgenheit? Keine Frau liebt ein Kind mehr, als die eigene Mutter. Ist sie doch die Schlüsselperson dafür, dass dem Kind Geborgenheit, Vertrauen und Liebesfähigkeit vermittelt werden. Eine Gesellschaft, welche sich dieser Grundlagen beraubt, verarmt und erkaltet. Intuitiv spüren wir doch, dass es besser ist, wenn die Kinder über Mittag ins Refugium Elternhaus gehen können und dort erfahren, was sie sonst später vermissen werden: Die mütterliche Geborgenheit und der Austausch mit der Mutter und den Geschwistern! Diese grundlegendsten Bedürfnisse kann man mit einer Tageschule nicht kompensieren!

Wenn Sie also wollen, dass der Staat Ihnen gegen Ihren Willen die Kinder wegnimmt, dann sagen Sie «Ja» zu HarmoS! Wollen Sie auf reine «Sonntagseltern» reduziert werden, sagen Sie auch «Ja» zu HarmoS! Wenn Sie möchten, dass sich Ihre Kinder von Ihnen entfremden, dann stimmen Sie für die neue Reform! Wenn Sie zu alldem ein «Ja» haben, sollten Sie sich ernstlich fragen, ob Sie wirklich ein «Ja» für Ihre Kinder haben!

Dies alles sind doch gewichtige, ausreichende Gründe, um die zudem übersteuerte (Kt.BL 60 Millionen, Kt. SO 50 Millionen) HarmoS-Vorlage klar und deutlich abzulehnen.

Liebe Stimmbürger und Stimmbürgerinnen, ich möchte Sie auf einen weiteren, noch folgenschwereren Grund hinweisen, welche uns die Entscheidung gegen HarmoS erleichtern wird. In der Abstimmungsdebatte hört man rein gar nichts vom Lehrplan 21, welcher in Folge einer Annahme von HarmoS zur Umsetzung kommen wird. Warum wohl? Im Lehrplan 21 ist das sogenannte Grundlagenpapier «Sexualpädagogik und Schule» enthalten, dieses beinhaltet, einen obligatorischen Sexualunterricht für alle Schüler einzuführen. Ja, Sie haben leider richtig gelesen: Sexualkunde-Unterricht soll zum Pflichtfach für 5-jährige erhoben werden!

Wohin steuern wir mit solchen wertverachtenden Vorhaben? Es sieht ganz danach aus, dass eine form- und knetbare Generation herangezüchtet werden soll.

Wenn HarmoS und dadurch der Lehrplan 21 zur Umsetzung gelangt, ist zu befürchten, dass unsere Kinder zu frühzeitiger sexueller Aktivität und Autonomie verführt werden. Uns Eltern würde demzufolge das Recht entzogen, unsere Kinder selber aufzuklären und ihnen moralische Werte zu vermitteln.

In unserem Nachbarland Deutschland sind Mütter gar in Erzwingungshaft genommen worden, weil sie ihre Kinder nicht in den Sexualunterricht geschickt haben. Dies sind doch diktatorische Zustände! Wollen wir es in unserem Land auch so weit kommen lassen? Ist uns bewusst, dass wir nicht mehr so weit davon entfernt sind? Wir eilen solchen Verhältnissen im Eiltempo zu, wenn wir uns weiterhin von diesem ganzen Harmonisierungs-Schwindel hinters Licht führen lassen!

Darum stimme ich entschieden NEIN zu der HarmoS-Vorlage und den anderen Bildungsartikeln, weil ich ein Ja für unsere Kinder und somit für unsere Zukunft habe!

Ich erwarte, dass auch die Solothurner und Baselbieter Stimmvolk auf Ihre Herzen hören und diese familienfeindliche Vorlage in hohem Bogen ablehnen werden.

Martin Bracher, Blauen