Identität Schweiz - Identité Suisse - Identità Svizzera

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Als alter «Chnuschti» weiss ich, dass die direkte Demokratie nicht durch Nicken entstanden ist. Aber sehr zu befürchten ist, dass das wertvolle Erbe durch Nicken zerstört wird. Aus meiner Sicht ist es nun höchste Zeit, dass wir (auch via Medien) aufhören sollten, Leute wie Christoph Blocher als Tarnanzug zu missbrauchen, um die wahren Probleme im Finanz- und in anderen Bereichen zu verstecken.

Also entfernen wir die Scheuklappen und befreien wir uns vom Herdentrieb, dann sehen wir, worauf wir schiessen könnten und sollten. Es soll uns Rentnern einmal jemand den Unterschied erklären zwischen den Landvögten und den Leuten, welche das von den gutmütigen und gutgläubigen Menschen anvertraute Geld (direkt oder indirekt) verjubelt haben und nun für den angerichteten Schaden sich noch Belohnungen in Millionenhöhe nehmen.

Genau so hatte es einmal angefangen. Aber statt zu den Scheuklappen, griffen die alten Eidgenossen zu den Hellebarden. Als Denkanstoss: Was muss in den Köpfen der Menschen aus Krisengebieten, wo die Leute für mehr Demokratie bluten, vorgehen, wenn sie sehen und hören, wie in der Schweiz Paragrafen und Gesetze angewendet werden? Das Beispiel «Blocher / Hildebrand» lässt grüssen. Wenn das grössere Übel geschützt wird, ist es doch so, wie wenn der Rettungsdienst, statt zu helfen zusehen müsste, wie im Swimmingpool ein Kind ertrinkt, weil an der Gartentür steht: «Eintritt verboten».

Weil verschiedene Politiker vergessen haben, dass sie als Volksvertreter gewählt wurden und sich nicht auf jedes Niveau herunterlassen, könnte doch die Feuerwehr auch so reagieren. Für Überhebliche: «Bitte löschen Sie Ihren Brand oder Ihr Problem mit Hilfe der «Delete-Taste» auf ihrem Computer«.

Übrigens: Jesus war auch kein Nicker – und er hat auch nicht das Unrecht verteidigt. Im Gegensatz zu bestimmten Politikern hat Jesus Allen zugehört. Wäre boolsche Algebra (Algebra der Logik) für Politiker zwingend, so würden wir uns auch im Energie-, Umwelt- und anderen Bereichen verstehen. Aber solange wir mit der Sackgebühr unsere Energie vor der Haustür verteufeln und vor lauter Sauordnung in unseren Wäldern, die hier vorhanden Rohstoffe und Energie nicht sehen, dafür von Gas- und anderen fragwürdigen Energiequellen sprechen, glaube ich, dass wir auch hier am Ziel vorbeischiessen.

Hermann Wyss-Meier, Schneisingen

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