Identität Schweiz - Identité Suisse - Identità Svizzera

Identität Schweiz - Identité Suisse - Identità Svizzera

Sexunterricht im Kindergarten – dafür Scheuklappen in der Staatskunde und Entmündigung der Schülerinnen und Schüler beim Schulaustritt. Ja, es hört sich an, wie ein Witz. Da wird geschrieben und gepredigt, was unsere Vorfahren für Fehler gemacht haben.

Natürlich soll man aufzeigen, was Geschichte und was wahr ist. Aber wenn wir schon Sachen aus dem Zusammenhang reissen, dann sollten wir auch den Mut haben und uns einmal überlegen, wie künftige Generationen mit unserer Generation abrechnen könnten. Mit einer Generation, welche mit dem wunderbaren Erbe der «direkten Demokratie» nicht mehr umgehen kann. Eine Generation, welche sich durch viele Medien beeinflussen statt informieren lässt.

Da werden Gesetze, Schikanen und Vorschriften generiert und eingeführt, welche man beweinen müsste, weil damit genau das Gegenteil bewirkt wird von dem, was man eigentlich will. Ist es nicht traurig, dass die Bibel − die zehn Gebote – und die Konkordanz so ausgelegt und dargestellt werden, dass sogar bei den Bundesratswahlen alles möglich wird. So, dass alle Parteien wissen, was für die anderen gilt und richtig ist. Kommen wir wieder zurück auf den Boden! Schaffen wir das, was zu Vertrauen in die Kinder und in die Regierung führt. So, dass das Vertrauen in unsere Sozialwerke und Institutionen zurückkehrt. Wenn dann sozial wieder als «menschenfreundlich» verstanden wird, dann wird vielleicht die Vernunft im Asylbereich wie bei Anlässen rund um ein Fussballfeld über den Missbrauch siegen. Das sind wir doch allen Leuten, in allen Bereichen, wel-che unter den Unanständigen leiden, schuldig.

Darf es wahr sein, dass wir über und gegen eine Partei und Leute schimpfen, welche viel dazu beigetragen haben, dass wir vor dem EU−Schlammassel bewahrt wurden und auch heute noch über Sachen abstimmen können? Erinnern wir uns gegenseitig an unsere Verfassung und an den Auftrag der Volksvertreter «s'il vous plaît»! Nicht dass zukünftige Generationen sich fragen müssen: «Darf das wahr sein, dass man eine direkte Demokratie leichtsinnig verspielt» – und das Wohl des Volkes vergisst, indem man mehr Rücksicht auf fremde Richter und Diktatoren nimmt, statt dass man auf den gesunden Menschenverstand und die Logik baut?

Hermann Wyss−Meier, Schneisingen